Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Biodiversität und Pflanzensystematik

Christof Nikolaus Schröder

Christof Nikolaus Schröder
Christof Nikolaus Schröder
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Projekt «Wissenschaftliches Erbe Werner Rauh»

Projekt-Webseite 

Prof. Werner Rauh (1913–2000) studierte Botanik, Zoologie, Chemie und Geologie in Leipzig, Innsbruck und Halle (Saale). Im Jahr 1956 wurde er zum ausserordentlichen Professor für Botanik an der Universität Heidelberg berufen. 1960 wurde er Ordinarius und Direktor des neugegründeten «Institut für systematische Botanik und Pflanzengeographie», bis 2010 Heidelberger Institut für Pflanzenwissenschaften (HIP), heute Teil des Centre for Organismal Studies (COS Heidelberg). Er hatte diese Postion bis zu seiner Emeritierung 1981 inne und darüber hinaus bis 1982.

Während seiner Zeit als Direktor und nach seiner Emeritierung unternahm er bis 1994 mehr als 36 Expeditionen, hauptsächlich nach Süd- und Mittelamerika, aber auch in den Süden Afrikas und besonders nach Madagaskar. Von seinen Reisen brachte er unzählige Pflanzen in den Botanischen Garten Heidelberg mit, besonders Sukkulenten, Bromelien und Orchideen. Diese bilden bis heute einen wertvollen Teil der Lebendsammlung sowie der Sammlung des Herbariums (HEID). Während seiner Expeditionen füllte er mehr als 90 Hefte mit detaillierten Informationen, nicht nur zu den gesammelten Pflanzen, sondern ebenso über Vegetation und Geologie der bereisten Weltgegenden. Insgesamt 8.776 handgeschriebene Seiten mit mehr als 19.000 Einträgen, die der Wissenschaft bisher kaum zugänglich waren, wurden in den Jahren 2008 und 2009 gescannt und sollen nun im Rahmen des Projektes «Wissenschaftliches Erbe Werner Rauh» aufgearbeitet werden.

Herzstück des Projektes ist eine relationale Datenbank, in der die heterogenen Informationen gespeichert werden, welche in den Feldbüchern zu finden sind. Diese werden ferner mit einer klaren Taxonomie verknüpft und an die Datenbank des Botanischen Gartens angebunden. Einige leistungsfähige Werkzeuge sollen entwickelt werden, die es ermöglichen, die Datenbank nach verschiedenen Informationen zu durchsuchen, wie z.B. Namen der gesammelten Pflanzen, Feldnummern und Fundorte. Kern der Datenbank ist eine Tabelle mit Itinerarpunkten der Reisen Werner Rauhs (d.h. alle geografischen Punkte, die in den Feldbüchern zu finden sind, mit Angaben über dort gesammelte oder beobachtete Taxa) und eine weitere Tabelle mit Einträgen zu den einzelnen Taxa (d.h. alle Taxa, die in den Feldbüchern mit einer Nummer versehen sind). Weiterhin enthält die Datenbank Tabellen mit Synonymen, Basionymen und Protolog-Informationen sowie Verknüpfungen zu anderen taxonomischen Datenbanken, wie z.B. IPNI und TROPICOS

Das Projekt «Wissenschaftliches Erbe Werner Rauh» wird finanziert durch die Klaus Tschira Stiftung gGmbH 

Projekte

Virtuelles Herbarium Bochkoltz    (2017 ...)

CNSflora   (2016 ...)

Werner Rauh Heritage Project (2009 ... 2016)

Fieldbook Entry-Datensätze 
Taxon-Datensätze 

Veröffentlichungen

SCHRÖDER, C.N.: Catalogus Abbreviationum in Schedis Herbariorum usitatorum — Katalog der auf Herbarbelegen gebräuchlichen Abkürzungen. [eingereicht für 2019].

SCHRÖDER, C.N. (2018).: Tillandsia pseudomicans Rauh 25945 – Locus classicus und Original-Material / Locus classicus and original material. In: Die Bromelie. [akzeptiert]

SCHRÖDER, C.N. (2018).: Die Geschichte von Ceropegia simoneae Rauh – Bemerkungen zur Entdeckung und zum Original-Material. In: Avonia. [akzeptiert]

SCHRÖDER, C.N.; SACK, P. & KOCH, M.A. (2015): Some notes on original material and locus classicus of Deuterocohnia meziana Kuntze ex Mex var. carmineo-viridiflora Rauh (Bromeliaceae). In: Plant Div. Evol. Vol. 131/4, pp. 1–15 DOI 10.1127/pde/2015/0131-0083 .

SCHRÖDER, C.N. (2015): Pitcairnia aureobrunnea Rauh: Locus classicus und Typifizierung / Pitcairnia aureobrunnea Rauh: Locus classicus and typification. In: Die Bromelie 2015 (2), pp. 65–73.

SCHRÖDER, C.N. (2013): Werner Rauh’s Centenary and the Werner Rauh Heritage Project
in: IOS-Bulletin 15(6), pp. 154–158. online 

SCHRÖDER, C.N. & MANSFELD, P.A. (2013): Die Sansevieria-Aufsammlungen von Werner Rauh. In: Sansevieria Online, Jg. 1(1) 2013, pp. 13–24 online .

SCHRÖDER, C.N. (2013): 100 Jahre Werner Rauh (1913–2000). In: Kakteen Haage: Katalog «Pflanzen- und Samenangebot 2013». pp. 22 & 69.

SCHRÖDER, C.N. (2013): Von den Mulde-Auen zur Cordillera Blanca — Zum 100. Geburtstag des Botanikers Werner Rauh (*16.05.1913 †07.04.2000). In: Die Bromelie 2013(2), pp. 63–69 (Teil 1) / Die Bromelie 2013(3), pp. 123–129.

KOCH, M.A.; SCHRÖDER, C.N.; KIEFER, M. & SACK, P. (2013): A treasure of plant biodiversity from the 20th century – The Werner Rauh Heritage Project at Heidelberg Botanical Garden and Herbarium. In memoriam of the 100th birthday of Prof. Dr. Werner Rauh (* 16th Mai 1913 in Niemegk; † 7th April 2000 in Heidelberg). In: Plant Systemtics and Evolution. online 

ETTELT, J.; SCHRÖDER, C.N. & WITTNER, H. (2011): Streiflichter aus dem Kakteenparadies Nordperu – Charakterpflanze der Täler: Armatocereus rauhii Backeb. In: Kakteen und andere Sukkulenten, 62 (7) 174–182.

SCHRÖDER, C.N.; SACK, P. & KOCH, M.A. (2011): The Werner Rauh Heritage Project at Heidelberg Botanical Gardens and Herbarium (HEID). In: BORSCH, T. e.a. (2011): BioSystematics Berlin 2011, 21–27 February 2011: Programme and Abstracts. [Published by the Botanic Garden and Botanical Museum Berlin-Dahlem, Freie Universität Berlin] 327–328.

SCHRÖDER, C.N. (1990): Die Pflanzenwelt auf einer Moorfläche am Europahaus in Otzenhausen. In: Beiträge zur Botanik des Hunsrücks (Hochwälder Hefte zur Heimatgeschichte, 10 (Vol. 30) 49–51).

... und zahlreiche weitere in den Bereichen Theologie, Kirchenmusik und Germanistik.

Curriculum Vitæ

2003–2004: Studium der Verwaltungswissenschaften (Focus: Wissenschaftsmanagement & Internationale Beziehungen) an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer

1996–1998: Studium der Kirchenmusik an der Musikhochschule Karlsruhe

1991–1996: Studium der Theologie und Germanistik an der Universität Heidelberg

1987–1991: Studium der Chemie an der Universität Heidelberg

Abschlüsse: Staatsexamen Gymnasium & Mag. rer. publ. (Master of Public Administration)

 

seit 2009: Projekt-Koordinator «The Werner Rauh Heritage Project»

2004–2009: Geschäftsführer eines wissenschaftlichen Verlages

2003: Schweizerischer Nationalfonds, Abt. Internationale Beziehungen

2001–2003: DFG-Project «Heidelberger Hypertext-Server», Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Wiss. Mitarbeiter

1998–2001: Theologische Fakultät der Universität Heidelberg, Wiss. Mitarbeiter

1996–1997: Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Leiter der IT-Abteilung

1990–1995: Lehrstuhl für Computerlinguistik der Universität Heidelberg, Mitarbeiter IT

Memberships

Deutsche Botanische Gesellschaft / German Society for Plant Science (DBG)

Gesellschaft zur Erforschung der Flora Deutschlands / German Flora Research Association (GEFD)

International Organisation for Succulent Plant Study (IOS), Member of board 2014–2017

 

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